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Der Schauteich

Mitte Mai 2004 war es geschafft: der Teich war mit Wasser gefüllt. Neben der Bepflanzung mit verschiedensten Wasserpflanzen wurden auch Wasserschnecken eingesetzt, die die Scheiben sauber halten sollen.


Bild: Mai 2004: Der Teich ist mit Wasser gefüllt

Mai 2004: Der Teich ist mit Wasser gefüllt


Wie üblich gab es anfangs eine starke Algenentwicklung, die die Sichttiefe auf wenige Zentimeter reduzierte. Zusätzlich kamen aus der Zisterne, aus der wir den Teich mit Wasser speisen, feinste tonige Schwebstoffe, die bis heute zu einer feinen Trübung des Wassers führen.


Bild: Blick durch das Unterwasser-Fenster des Teichs

Blick durch das Unterwasser-Fenster des Teichs


Schon nach ungefähr zwei Wochen war das Wasser weitestgehend klar geworden, wodurch das Unterwasserleben uneingeschränkt beobachtet werden konnte, was auch von Besuchern, Schulklassen und Kindergärten ausgiebig getan wurde. Um gleich zu Beginn einen gewissen Schauwert zu erreichen, wurden auch ca. 20 Moderlieschen eingesetzt, die sich bis Mitte Juli 2004 heftigst vermehrt hatten: da zog bereits ein Schwarm von mindestens 50 Jungfischen durch das Becken. Unter den Moderlieschen befand sich aber leider auch mindestens ein Pärchen des aus Ostasien stammenden Blaubandbärblings, der sich in der Folge ebenfalls stark vermehrte. Heute halten sich beide Populationen mit jeweils ca. 200 Tieren in etwa die Waage.

Der vorzeitige Einsatz von Fischen hatte sich leider negativ ausgewirkt: durch die starke Dezimierung von Wasserflöhen und anderen Filtrierern hatten sich die feinen Schwebalgen wieder stärker vermehrt und trübten das Wasser in erheblichem Maße. Hinzu kam eine riesige alte Birke hinter dem Gartenzaun, die vor allem mit ihren Flugsamen im Sommer zu einer heftigen Fadenalgenblüte beitrug. Besonders negativ hatte sich das unbeabsichtigte Einschleppen einer Strudelwurmart ausgewirkt, die sich hauptsächlich von Schnecken ernährt. Dieser Plattwurm hatte die Schneckenpopulation im Teich nahezu ausgerottet, so dass derzeit die Scheiben mit einem feinen Algenfilm überzogen sind, was wiederum den Unterwassereinblick sehr erschwert.

Gesucht wird deshalb dringend ein natürlicher Feind dieses Strudelwurmes. Wer uns hier weiter helfen kann, möge sich bitte bei uns melden. Dank Frau Dorn vom Wasserwirtschaftsamt München konnte inzwischen zumindest geklärt werden, dass es sich um den Wildblickenden Strudelwurm (Planaria torva) oder den Trauer-Strudelwurm (Dugesia lugubris) handeln muss. Für die Hilfe sei Ihr herzlich gedankt.






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