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Fördergelder der E.ON Mitte-Stiftung

18. Dezember 2013

Bild: Verleihung des E.ON-Förderpreises

Verleihung des E.ON-Förderpreises

 

Fördergelder der E.ON Mitte-Stiftung für den Verein Lebendiges Bienenmuseum e.V. in Niederbeisheim

210 Vereine aus Nordhessen und Süd-Niedersachsen hatten sich 2013 um einen Förderpreis bei der E.ON Mitte-Stiftung beworben. Zwölf von ihnen wurden von der E.ON ausgewählt und mit einem Preisgeld in Höhe von 1000 bis 7500 Euro bedacht.

Den 1. Preis in Höhe von 7.500 Euro zur Förderung der Wildbienen wurde dem Verein Lebendiges Bienenmuseum in Knüllwald-Niederbeisheim zugesprochen. In einer Feierstunde am 18.12.2013 konnten die Betreiber des Lebendigen Bienenmuseums, Erika Geiseler und Hans-Joachim Flügel den Preis in Kassel entgegen nehmen.

 

Folgender Antrag wurde Anfang des Jahres bei der E.ON-Mitte-Stiftung vom Verein Lebendiges Bienenmuseum e.V. eingereicht:

Antrag zur Förderung und Dokumentierung der Wildbienen-Population auf dem Gelände des Lebendigen Bienenmuseums in Niederbeisheim/Knüllwald

Durch die vielfältigen und massiven Schädigungen der Honigbienen gelangt die Wichtigkeit der Wildbienen immer mehr in das Bewusstsein der Bevölkerung. Um die unterschiedlichen Lebensweisen der etwa 560 in Deutschland lebenden Wildbienen-Arten aufzuzeigen, sollen auf dem Gelände des Lebendigen Bienenmuseums verschiedene Biotope erstellt und mit Tafeln dokumentiert werden.

Einige Beispiele:
- die Zweifarbige Schneckenhaus-Biene Osmia bicolor benötigt leere Schneckenhäuser an besonnten Stellen mit leichtem Graswuchs
- die Mauerbiene Osmia cornuta braucht feuchten Lehm, um ihre Nistkammern in Bohrgängen von Käferlarven in Totholz anzulegen
- die Wollbiene Anthidium manicatum sammelt Wolle vom Woll-Ziest, um daraus ihre Brutzellen in oberirdischen Hohlräumen zu formen
- die Holzbiene Xylocopa violacea ist seit einigen Jahren, durch den Klimawandel bedingt, aus dem Süden Deutschlands nach Nordhessen eingewandert und benötigt trockene abgestorbene dickere Äste, in denen sie ihre Brutgänge selber nagt.

Wichtig ist neben dem Angebot an verschiedenen Nistmöglichkeiten auch das Nahrungsangebot in unmittelbarer Nähe der Brutkammern, da der Flugradius kleinerer Wildbienen-Arten nur unter hundert Meter beträgt. Zudem sind die meisten Wildbienen-Arten Nahrungs-Spezialisten. Die Glockenblumen-Sägehornbiene z.B. kann ihre Larven nur mit dem Pollen von Glockenblumen großziehen, die Knautien-Sandbiene nur mit dem Pollen der Ackerwitwenblume. Insgesamt ist etwa ein Drittel aller heimischen brutpflegenden Bienen mehr oder weniger auf bestimmte Blütenpflanzen spezialisiert.

Da jährlich etwa 2 bis 3000 Besucher in das Lebendige Bienenmuseum kommen, würde die Erstellung von weiteren Biotopen mit entsprechenden Informationstafeln und Informationsmaterial nicht nur zur Wissensverbreitung über die Lebensweisen dieser wichtigen Insekten in der Bevölkerung beitragen, sondern auch durch die begleitende und exakte Erfassung der vorhandenen und neu angesiedelten Arten von wissenschaftlicher Bedeutung sein.






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